Mietrechner

Ermitteln Sie eine Miete, bei der noch Platz für Kredite, Nebenkosten und Sparen bleibt, statt nur nach Gefühl zu entscheiden.

Was nach Steuern und Abgaben ankommt.

Kredite und Nebenkosten

Autokredit, Ratenkredit, Studienkredit.

Strom, Internet, Rundfunkbeitrag, Hausratversicherung.

Mögliche Kaltmiete–
Gesamteinkommen
–
Wohnbudget
–
Miete nach der 30-Prozent-Regel
–
Für Nebenkosten eingeplant
–
Miete pro Jahr
–
Bleibt nach Miete, Krediten und Nebenkosten
–

So funktioniert es

  1. Geben Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen ein.
  2. Ergänzen Sie ein zweites Einkommen, wenn Sie gemeinsam mieten.
  3. Wählen Sie den Anteil fürs Wohnen. Üblich sind 30 Prozent.
  4. Öffnen Sie den Zusatzbereich, um Kreditraten und Nebenkosten abzuziehen.

Kaltmiete, Warmmiete und die 30-Prozent-Regel

Wohnbudget = Nettoeinkommen × Anteil ÷ 100

Mögliche Kaltmiete = Wohnbudget − Kreditraten − Nebenkosten

In Deutschland gilt die Faustregel, dass die Warmmiete höchstens rund 30 Prozent des Nettoeinkommens betragen sollte. Wichtig ist die Unterscheidung: Die Kaltmiete steht im Inserat, die Warmmiete enthält die Betriebskosten wie Heizung, Wasser und Müll. Strom und Internet kommen meist noch obendrauf. Dieser Rechner zieht Ihre Nebenkosten vom Budget ab und nennt deshalb die mögliche Kaltmiete.

Beispiel

Bei 2.600 € netto und 30 Prozent ergibt sich ein Wohnbudget von 780 €. Mit 150 € Kreditrate und 230 € Nebenkosten inklusive Strom bleibt eine mögliche Kaltmiete von rund 400 €. Zu zweit mit 4.800 € netto steigt das Budget auf 1.440 € und die mögliche Kaltmiete auf etwa 1.060 €.

Was beim Einzug fällig wird

  • Kaution: höchstens drei Kaltmieten, gesetzlich in drei Raten zahlbar.
  • Genossenschaftsanteile: bei Genossenschaftswohnungen einmalig, später rückzahlbar.
  • Maklerprovision: bei Vermietung zahlt in der Regel der Auftraggeber, also meist der Vermieter.
  • Küche und Möbel: viele Wohnungen werden ohne Einbauküche vermietet.
  • Umzug und Renovierung: Kosten je nach Zustand und Vertrag.

Wann sich mehr als 30 Prozent rechnen

Wer keine Kredite hat, zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit kommt und kein Auto unterhält, kann auch mit 35 Prozent gut zurechtkommen. Umgekehrt wird es mit Autokredit, Kita-Beiträgen oder Unterhaltszahlungen schon bei 28 Prozent eng. Entscheidend ist nicht die Faustregel, sondern der Betrag, der am Monatsende übrig bleibt. Planen Sie zusätzlich eine Rücklage von drei bis sechs Nettogehältern ein, denn Mietverträge sind eine langfristige Fixkostenbindung.

Was Vermieter prüfen

Üblich sind SCHUFA-Auskunft, die letzten drei Gehaltsnachweise und häufig eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vorvermieters. Wer wenig verdient oder Studierende ohne eigenes Einkommen finden oft nur mit einer Bürgschaft der Eltern eine Wohnung. Bei geringem Einkommen kann Wohngeld die Miete spürbar senken, und Studierende prüfen den Wohnzuschlag beim BAföG.

WG statt eigener Wohnung

In München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin sprengt eine eigene Wohnung mit einem Gehalt schnell die 30-Prozent-Grenze. Eine WG teilt Miete, Nebenkosten und Kaution und ist gerade zu Beginn oft die einzige realistische Option. Wichtig ist, ob Sie Hauptmieter, Untermieter oder gleichberechtigter Mieter im Vertrag sind, denn davon hängt ab, wer bei Auszug haftet. Tragen Sie nur Ihren Anteil in den Rechner ein, um Ihren tatsächlichen Anteil am Einkommen zu sehen.

Unterlagen für die Bewerbung

Für eine Besichtigung sollten Sie eine Mieterselbstauskunft, Kopien der letzten drei Gehaltsabrechnungen, eine aktuelle SCHUFA-Auskunft, den Personalausweis und häufig die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung bereithalten. Wer diese Unterlagen als fertiges PDF mitbringt, hat bei vielen Besichtigungen einen Vorteil, weil Vermieter oft am selben Tag entscheiden.

Große Unterschiede zwischen Städten

Die gleiche Kaltmiete bedeutet je nach Stadt eine völlig andere Wohnung. Wer flexibel arbeiten kann, sollte deshalb nicht nur die Miete, sondern auch Pendelkosten und Zeit gegenrechnen: Eine günstigere Wohnung im Umland kann durch Bahnticket und Fahrzeit einen Teil der Ersparnis wieder auffressen. Rechnen Sie beide Varianten einmal komplett durch, bevor Sie sich festlegen.

Vor der Unterschrift

Rechnen Sie die Summe für den Einzug zusammen: Kaution, erste Miete, Umzug und gegebenenfalls Küche. Prüfen Sie die Nebenkostenvorauszahlung im Vertrag, denn eine zu niedrig angesetzte Vorauszahlung führt später zu einer hohen Nachzahlung. Vergleichen Sie zum Schluss den Wert „bleibt nach Miete" mit Ihren tatsächlichen Ausgaben eines Monats.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine Finanzberatung.

Häufige Fragen

Wie viel Miete bei 3.000 € netto?

Nach der 30-Prozent-Regel etwa 900 € warm, also je nach Nebenkosten rund 650 bis 700 € kalt.

Gilt die 30-Prozent-Regel für Kalt- oder Warmmiete?

Für die Warmmiete. Der Rechner zieht Ihre Nebenkosten ab und zeigt deshalb die mögliche Kaltmiete.

Wie hoch darf die Kaution sein?

Höchstens drei Kaltmieten, und Sie dürfen sie in drei Monatsraten zahlen.

Was gehört zu den Nebenkosten?

Betriebskosten wie Heizung, Wasser, Müll und Hausreinigung. Strom und Internet zahlen Sie meist zusätzlich.

Wann lohnt sich Wohngeld?

Bei niedrigem Einkommen im Verhältnis zur Miete. Die Bewilligung hängt von Einkommen, Haushaltsgröße und Mietstufe ab.

Zuletzt geprüft am vom Dailycaltor-Team.