Formeln zur Gewinnschwelle
Deckungsbeitrag pro Stück = Preis − variable Kosten
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag
Break-even-Umsatz = Break-even-Menge × Preis
Menge für Zielgewinn = (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ Deckungsbeitrag
Die Stückzahl wird aufgerundet, denn halbe Produkte lassen sich nicht verkaufen.
Fixe und variable Kosten
Fixkosten fallen unabhängig vom Absatz an: Miete, Gehälter, Versicherungen, Leasing, Software. Variable Kosten steigen mit jedem Verkauf: Material, Verpackung, Versand, Provisionen. Verwenden Sie für alle Werte denselben Zeitraum.
Beispiel: eine Konditorei
Eine Konditorei hat 12.000 € Fixkosten im Monat. Eine Torte kostet 50 € und verursacht 30 € variable Kosten. Jede Torte bringt 20 € Deckungsbeitrag, also braucht die Konditorei 600 Torten im Monat oder 30.000 € Umsatz. Für 4.000 € Gewinn sind 800 Torten nötig.
Deckungsbeitragsquote
Sie zeigt den Anteil jedes Euros Umsatz, der nach variablen Kosten übrig bleibt: 20 ÷ 50 = 40 %. Bei vielen Produkten teilen Sie die Fixkosten durch die durchschnittliche Quote und erhalten den nötigen Umsatz.
Schneller die Gewinnschwelle erreichen
Preise erhöhen, variable Kosten senken oder Fixkosten reduzieren. Preisänderungen wirken meist am stärksten: Bei 55 statt 50 € sinkt die Gewinnschwelle von 600 auf 480 Torten. Banken und Förderstellen erwarten diese Rechnung im Businessplan.
Häufige Fragen
Was ist der Break-even-Punkt?
Die Absatzmenge, bei der Umsatz und Kosten gleich sind, also weder Gewinn noch Verlust entsteht.
Warum zeigt der Rechner einen Fehler?
Liegt der Preis nicht über den variablen Kosten, macht jeder Verkauf Verlust und es gibt keine Gewinnschwelle.
Gehört mein Unternehmerlohn zu den Fixkosten?
Ja, wenn Sie wissen möchten, ab wann das Geschäft Sie bezahlen kann.
Wie oft sollte ich neu rechnen?
Bei jeder Preis- oder Kostenänderung und mindestens einmal im Jahr.
Ist das dasselbe wie die Amortisationszeit?
Nein. Die Amortisationszeit misst, wann sich eine Investition zurückgezahlt hat.
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